Das Gute am Fußball ist, dass viele der positiven Eigenschaften der Sportart auf die Mitglieder der Fanklubs abfärben. Gute Spieler verstehen und pflegen das sogenannte Fair Play. Und die berühmten Begriffe der Roten oder Gelben Karten und des Fouls haben es auch schon in die nicht fußballrelevanten Lebensbereiche der globalen modernen Gesellschaft geschafft und werden auch dort umgangssprachlich von Nichtfußballern bei Regelverstößen verwendet.

Fußball als Schule des Lebens

Die soziale Kompetenz, die beim Fußball quasi eine Grundvoraussetzung ist und von allen Spielern während ihrer Profi- oder Amateur-Karrieren oder auch im Bereich des Hobbyfußballs erlernt werden muss, überträgt sich ebenfalls auf die Fans. Denn die Charakter-Eigenschaften der oft weltberühmten Spieler mit Vorbildfunktion lassen sich kaum verbergen.

Natürlich sind die Spieler auch keine Heiligen, aber sie müssen dazu in der Lage sein, Probleme zu vermeiden oder Konflikte im Guten zu lösen. Auch in der sportlichen Hinsicht ist die Vorbild-Funktion populärer Spieler keineswegs zu unterschätzen. Für viele Fans sind Fußballvereine und deren Teammitglieder wie die eigene Familie. Und als Menschen lernen wir sehr viel durch Nachahmung. Wenn unsere sportlichen Vorbilder Disziplin und Zielstrebigkeit an den Tag legen, dann übernehmen sie so etwas wie eine Coaching-Rolle, ohne dass wir dafür in direktem Kontakt zu ihnen stehen müssen.

Logischerweise wird auch Teamwork großgeschrieben und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die dafür benötigten Eigenschaften einem im Verlauf des gesamten Lebens in allen möglichen Bereichen, sei es im privaten oder auch geschäftlichen, zugute kommen werden. Fußball verbindet die Spieler untereinander und auch die Fans in ihren Klubs, denn Gemeinsamkeiten sind die Grundvoraussetzung für die Entstehung von Freundschaften.

Im Bereich des Fußballsports gibt es einen weiteren wichtigen sozialisierenden Aspekt, nämlich den, dass man auch lernt, mit Verlusten umzugehen. Die Teilnahme an den Spielen und das Dabeisein wird vielmehr in den Vordergrund gestellt, als die absolute Priorität um jeden Preis gewinnen zu müssen. Das bedeutet keineswegs, dass man nicht gewinnen will.